vom 13.05.2009 11:05 Uhr - Kategorie: Presse
Reinickendorf. „Wir waren zwölf“ heißt das Buch, mit dem die Reinickendorfer Lehrerin
Wer Hildegard Schütt in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg gegenüber sitzt, versteht, warum das Buch „Wir waren zwölf“ so schnell zu lesen ist. In dem Buch zeigt
Hildegard Schütt ist jetzt 99 Jahre alt. Sie sieht zwar nicht mehr ganz so gut wie zu den Zeiten, als sie noch Zuschneiderin war. Doch reagiert ein lebendiger Geist auf jede Frage.
Hedwig war das Ergebnis eines Besuchs von Johann Thalke aus der Weddinger Müllerstraße im Oderbruch. Die jungen Leute hatten gefeiert und sich dann im Stroh gewärmt.
Gefährliche Zeitläufe
Klara Maire machte sich auf nach Berlin und fand ihren Johann Thalke in der Weddinger Müllerstraße. Die beiden heirateten und hatten noch viele Kinder. Ob es elf oder zwölf waren, darüber wurde später in der Verwandtschaft gestritten.
Sie ist nicht nur mit dem Überleben beschäftigt. Als die Nationalsozialisten die Macht ergreifen, engagieren sich Familienmitglieder im kommunistischen Widerstand. Später, und das könnte eine Fortsetzung des Buches werden, trifft sich die Familie aus Ost und West regelmäßig bei Tante Hildegard in deren Wohnung im Prenzlauer Berg und versucht so, die Teilung von Land und Familie zu umgehen. Ein Ergebnis dieser geretteten Einheit ist
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zwölf – Geschichten aus Berlin Wedding“, Goethe Literaturverlag, Frankfurt/Main,
6,90 Euro, ISBN 978-3-8372-0091-1.
Berliner Woche v. 13. Mai 2009